15.10.06


Spästestens seit dem letzten Band der Asterix-Reihe, "Gallien in Gefahr", war eine neue Interpretation der Geschichte des Alten Roms fällig. Nur gut also, dass der amerikanische Fernsehsender HBO sich der Thematik annahm. Zur Erinnerung: HBO ist der Sender hinter den Sopranos und Six Feet Under. Ein gutes Zeichen. Das Ergebnis ist "Rome".

Die Serie lässt sich auch ganz gut an: in der ersten Folge besiegt Gaius Julius Caesar gleich mal ein paar Wilde und erobert ganz Gallien. Ja, ganz Gallien. Aber weil er dabei leider ein Kriegsverbrecher wurde, was dem Senat in Rom nicht passt, basteln ein paar Intriganten daheim an seiner Demontage. Ein paar andere basteln wiederum an deren Demontage. Genug Stoff für eine Serie konspirativer Treffen, gezückter Klingen in dunklen Gassen und die gesamte altrömische Prominenz.

Soviel zur Rahmenhandlung. Dabei wird dann ein Bild von Rom gezeigt, das gar nicht so alt aussieht. Der Marktschreier, der dem Volke ständig berichtet, was sich in der Welt so tut, lässt etwa Werbeeinschaltungen für die Müllerinnung einfließen - Echtes Römisches Brot für echte römische Bürger!", und die Tempel sind auch nichts anderes als Amtshäuser der Götter, bei denen man mal eben einen Stier schlachtet und dann einen Antrag auf Glück im Kampf stellt. Sogar die Chance auf Erfüllung ist ähnlich wie bei heutigen Ämtern.

Die Story ist wohldurchdacht und spannend, die Dialoge sind geschliffen. Und als Bonus gibt's, natürlich nur in der englischen Fassung, einen prominenten Gastauftritt: der Senats-Vorsitzende spricht mit der Stimme von Yoda. Und mit dessen limitiertem Gefühl für Grammatik. Er sieht sogar genau so alt aus und ist ziemlich klein. Hm...

In einem Satz: "Rome" ist gelungen. Solltet ihr mal Lust auf einen Abend zu Hause haben, schaut in einer DV-Thek rein und leiht es aus. Es lohnt sich.

So, und jetzt kauf ich mir vom Werbehonorar ein Eis. Peace out!