
Was
Space Invader ist, werden die meisten noch wissen: eines der ersten Computerspiele ever. Die Aufgabe war dabei, lustige kleine Alien-Pixelmonster abzuschießen. das aber nur nebenbei.
Space Invaders ist ein Urban-Art-Projekt eines anonymen Künstlers. Der stürmt Städt rund um die Welt und verbreitet dort lustige kleine Alien-Pixelmonster. Als Mosaike, die er an Hauswänden, Brücken, Telefonzellen oder ähnlichem anbringt. Zu seinen bisherigen Zielen zählen London, Amsterdam, Los Angeles, Tokyo und eben auch Wien, nachdem er im Juni Artist in Residence im
Museumsquartier war.

Invader fragt übrigens nicht um Erlaubnis, ob er seine Mosaike aufhängen darf - dem anarchistischen Geist der Kunst treu, bringt er sie an, wo er will. Die Reaktionen der invadeten sind dabei meist positiv. Behauptet er zumindest.
Ich persönlich finde das Ergebnis ja extrem cool. Und ich freu mich jedesmal (bisher zweimal), wenn ich eines seiner Werke finde - eigentlich hätte ich gerne eines in meinem Zimmer.

Und deshalb nominiere ich
Invader zur
Benderweb-Person des Jahres 2006. Weil er es geschafft hat, vom Museumsquartier nach Wien kostendeckend eingeladen zu werden, um dann hier etwas koordinierten Vandalismus zu betreiben. Weil er Wien etwas farbiger gemacht hat. Und weil er sich nicht wehren kann - schließlich will er ja anonym bleiben.