5.12.08


Schade eigentlich, ich hatte mich langsam an die Gurken gewöhnt...
Egal, die Wehklagen und Bitten meiner drei Leser haben mich nicht unberührt gelassen, als ich heute, nach langer Abstinenz vom Besten Blog von Allen auf diesen Eintrag stieß. Außerdem gibt's ja einen Anlass:
Nachdem ich im letzten Jahr alle gesellschaftlichen Verpflichtungen vernachlässigt habe, ist es nun soweit - die letzte Prüfung meiner universitären Laufbahn ist zum Greifen nahe. Noch nicht erledigt, aber eben fast, und dann, wenn's zählt eben schon.
Außerdem zieht mein lieber Freund und Mitbewohner, der Michi, diesen Monat aus und begründet eine selbständige Existenz (im Bild unten rechts). Ihr seht, es ist eine Zeit des Umbruchs, an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter! Und es ist auch kein Wunder. Hab ich nicht schon im Jänner gesagt, dass 2008 alles Gut wird?
Da passt es nur, dass mich das neue Killers-Album "Day and Age" begleitet.

"And sometimes I get nervous when I see an open door,
Close your eyes, clear your heart - cut the cord."

Anlass genug, ein Benderfest anzureissen, das sich gewaschen hat. Deshalb feiern wir am 20. Dezember 2008 in der Casa Bender die erste von drei "Bender macht Schluss"-Parties:

Bender macht Schluss mit Prüfungen (und Michi)

Zahlreiches Erscheinen zu den üblichen Konditionen in angemessener Garderobe mit adäquater Begleitung wird als selbstredend vorausgesetzt. Also sagt es weiter, schreibt es auf, macht ein Foto und kringelt den Tag tiefrot auf euren Adventskalendern ein. Und dann kommt vorbei.

Was mich heute ganz wuschig macht: die Note auf meine schriftliche Fachprüfung da unten. Das ganz links ist meine Matrikelnummer. Das ganz rechts die Note.

P.S.: Wer findet den Fehler als erstes? Ein Bier winkt!

5.4.08



















Mmmmh... Frühstück...

9.3.08

Jetzt bekomme ich schon Hass- und Drohmails von euch, weil ich den Blog so zögerlich fortsetze. Aber es sind schwerwiegende Entscheidungen zu treffen! Ihr wisst ja nicht unter was für einem Druck ich stehe! Herzen werden gebrochen, Karriereren stehen und fallen mit meinem Urteil, Ehen scheitern an Meinungsverschiedenheiten dazu und ich fürchte, der Klimawandel könnte auch etwas damit zu tun haben. Aber es ist schon wahr, ich muss mich meiner Verantwortung stellen. Auch wenn es schwer ist. Sehr schwer.
Die Oscar-Jury besteht wenigstens aus hunderten Personen! Da kann man salopp mal für ein grottiges Gothic-Musical mit Einschläfer-Potential stimmen. Wird schon nichts passieren. Aber hier - wenn jetzt jemand unzufrieden ist und seine (oder ihre! ich bin da total gegendermainstreamt) Abkanzelung mit einer Kettensäge (oder Lippenstift) beeinspruchen will, weiß er (/sie) genau, wo anzuklopfen ist. Weshalb ich, in Anbetracht des kontroversen Themas, die letzten Wochen damit zugebracht habe, mir eine Rückzugsidentität zuzulegen. Falls die Emotionen hochkochen.
Wie dem auch sei, es gilt. Nun auf denn also.
Benderweb-Person des Jahres 2008 ist: Stefan!
Es war auch wirklich höchsteZeit. Es gibt wohl kein verdienteres Mitglied der Community. Er sticht als zuverlässiger Kommentator mit messerscharfer Beobachtungsgabe und spitzer Feder (Tastatur? vielleicht "kantigem Tastenschlag"? Vorschläge?) hervor. Und es bleibt wohl niemandem verborgen, dass er stets in den Spitzenrängen bei Benderweb-Gewinnspielen zu finden ist. Der Mann würde für einen Bierpreis alles tun!
Und schließlich kann er, als Autor seines eigenen, sogar informativen, Weblogs als Vorreiter des gesamten Benderwebs bezeichnet werden. Stefan, wir verneigen uns in Ehrfurcht vor dir, und drücken unsere tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit aus. Weiter so! Die Nominierung ist dir nächstes Jahr wieder so gut wie sicher.
Und hier das offizielle Gewinnerfoto mit dem offiziellen Benderpreisbier. Die Freude ist unübersehbar...

4.2.08

Ich bin benderbetroffen, dass ich euch so lange warten ließ. Die Entscheidung ist aber wahrlich nicht leicht. Ich habe mit mir gerungen, gehadert und so weiter. Nächte wachgelegen bin ich, schweißgebadet. Wie kann ich diesen gordischen Knoten nur lösen? Chrisi, Marie, Stefan, drei Personen, die sich um das Benderweb mehr als verdient gemacht haben! Und dann auch noch Claudl, die sich quasi in der Verlängerung durch eine wohlplazierte Bestechung ins Spiel gebracht hat.

Aber alles Haare raufen hat nichts gebracht (so viele sind davon eh nicht mehr da), ich kann guten Gewissens keine Entscheidung treffen. Nicht, dass ich mit einem schlechten Gewissen Probleme hätte, aber das hilft mir hier auch nichts. Ich würde ja liebend gerne nach Sympathie entscheiden, oder den Titel nach gewährten Gefälligkeiten vergeben, aber (leider! aus tiefstem Herzen leider!) auch hier habe ich bei niemandem einen erwähnenswerten Vorsprung eruieren können. Also muss man die Entscheidung basisdemokratisch an die zurückgeben, die hinter dem Preis stehen: die Nominees.

Nein, nicht wirklich. Wir machen das so: um mir ein eindrückliches Bild des Charakters der Kandidaten zu machen, muss ich eure besten und schlechtesten Seiten kennen lernen. Und mindestens ebenso wichtig ist für mich, zu sehen, was andere über euch denken. Jeder von euch bekommt die Aufgabe, die Nominierung eines anderen Kandidaten zu argumentieren, und die eines anderen anzugreifen. Jeder lobt also einen in den Himmel und macht einen schlecht so gut es nur geht. Wer das Ziel eurer Verehrung bzw. Verachtung sein soll, seht ihr anhand der Illustration. Die grünen Pfeile sind Lobespfeile, die roten... naja, das sind die anderen. Ach ja, Marie, weil ich beim Zeichnen nicht nachgedacht hab, musst du Stefan sowohl loben als auch dissen. Sorry an dieser Stelle, das wird sicher unterhaltsam.

Einmischungen Außen stehender sind willkommen und sogar erwünscht. Lassen wir's krachen. Oder ihr. Ähmmm...

15.1.08


...ist eine Serie aus endlosen Seminararbeiten, Präsentationen, Prüfungen, Projekten, Erwartungshaltungen, familiären Verpflichtungen, Lieferpizz und Kaffee, auszuwechselnden Glühbirnen, vollen Waschmaschinen, leeren Betten, schweren Augen, leeren Blicken, noch nicht verfassten E-Mails, kurzen Nächten, langen Texten, Musik aus der Dose und Freizeitliteratur im Seitentakt, die nie endet. Gott sei Dank ist sie in einer Woche vorbei.
Da setz ich mich auch mit dem unauflöslichen Dilemma auseinander, das ihr mir präsentiert habt.

Euer Bender

7.1.08

Sie steht wieder an: die Wahl zur Benderweb Person-des-Jahres 2007! Und weil 2007 so insgesamt eher unspektakulär war (mal ehrlich, bei den Jahresrückblicken in Film und Print schlafen einem die Füße ein), fällt auch das diesmal besonders schwer. Wer hat sich denn schon um das Jahr 2007 verdient gemacht? Mal sehen...

Politiker: nicht wirklich. Weder wurde herausragendes geleistet, noch kann irgend jemand auf wenigstens unterhaltsame Skandale verweisen. Naja, bis auf den nordslowenischen Landesfürsten, der volltrunken mit ein paar Bürschchen schäkernd fotografiert wurde. Aber weil Nordslowenien, oder zumindest der Landesfürst, kaum noch die Mauer meiner Ignoranz durchdringt (na endlich!), wird daraus sicher auch keine BPDJ-Nominierung. Was für eine verpasste Chance!

Wissenschafter: hat 2007 irgend jemand irgend etwas erfunden, das Erwähnung verdient? Ich glaube nicht. Schade eigentlich, ich hatte große Hoffnungen, dass endlich der kombinierte Flaschenöffner-Nussknacker auf den Markt kommt, aber nein, die Erfinder-Community hat versagt. Was sie getan hat, war, den Begriff "Planet" zu definieren. Grundsätzlich eine gute Idee, längst überfällig und ehrenwert dazu. Nur ist jetzt niemand mehr sicher, welche Himmelskörper als Planeten durchgehen. Dafür wissen wir, dass die gefühlte Hälfte der Neun es nicht mehr bringt. Hm.

Künstler: Schwach-schwach-schwach. Keine echten Höhepunkte oder Aufreger. Sogar die Ärzte haben ein - ja, ich sprech es aus - sehr mittelmäßiges Album produziert, und das geht ja mal garnicht! Auch sonst eher eine Negativbilanz: große Kunst in der Londoner U-Bahn wurde übermalt, ein paar Bilder wurden gestohlen und... ach egal, mehr fällt mir grad nicht ein. Jedenfalls: Urteil mittelschwach!

Die Welt ist also schlecht - nichts neues. Wie ein verdurstender wende ich mich da meiner Familie zu: der Benderweb-Commmunity. Hier liegen ja auch die wahren Highlights des Jahres, und damit zumindest ein paar potentielle Nominierungen. Seht das mal als Vorschlagsliste. Fühlt euch eingeladen, nein, aufgeordert, zu ergänzen, zu diskutieren und abzustimmen:

- konkurrenzlos im Netz: Stefan, weil er erstens den besten Blog der Welt führt und zweitens alle Benderweb-Gewinnspiele 2007 gewonnen hat. Hauptsächlich, weil er hier tatsächlich konkurrenzlos, weil einziger Teilnehmer.

- Marie, mit den besten Vanillekipferl des Jahres 2007 (nussig, formschön und vanillig)

- Pia und Sophie, für die beste Couch des Jahres 2007 (selten so geruht)

- Chrisi, weil Benderweb-Person 2007 (People's Choice!)

- alle Frauen, mit denen ich 2007 etwas hatte (danke, danke, ihr wart toll! Ich liebe euch alle. Ja, dich besonders, du weißt, dass ich dich meine.)

- den anonymen Erfinder des Salzstreuers. Kein Mitglied der Community (soweit ich weiß) aber mal ehrlich: wo wären wir ohne dich.

Damit Tschüss 2007. Es war eher langweilig. Schlaf gut.

27.12.07



Überstanden. Weihanchten ist vorbei, und wir haben wieder ein paar Monate Ruhe. So etwa sechs, wenn ich richtig gezählt habe. Jetzt dürfen wir zwischenzeitlich den Alkohol wieder kalt und relativ ungesüßt zu uns nehmen, Knabbergebäck darf wieder salzig sein, und niemand muss noch tote Bäume in seine oder ihre Stadtwohnung stellen. Der Heiland kam, ging wieder und hat mich etwas erschöpfter und dicker zurück gelassen. Dazwischen hab ich falsch gesungen (Weihnachten ist, wenn das Wohnzimmer klingt wie der Ostsektor im Praterstadion), mich satt und dann noch ein Gulasch gegessen (Weihnachten ist, wenn der Bauch so voll ist, dass der Kopf nicht schlafen kann), und meine Familie gesehen (Weihnachten ist, wenn man seine Familie sieht).





Das waren so die Gedanken, die mir in einem Moment post-Christ-nataler Ermattung in der warmen Umarmung meiner liebsten Bar durch den Kopf gingen. Mein Gimlet-Glas sah aus wie ein kopfstehender Weihanchtsbaum. Und die Menschen rund herum kannten sich nicht, waren aber nett zu einander, genau weil sie nicht mit einander verwandt waren. Friede auf Erden. Oder zumindest in der halbestadt.

Wie habt ihr euch von Weihnachten erholt?