27.12.07



Überstanden. Weihanchten ist vorbei, und wir haben wieder ein paar Monate Ruhe. So etwa sechs, wenn ich richtig gezählt habe. Jetzt dürfen wir zwischenzeitlich den Alkohol wieder kalt und relativ ungesüßt zu uns nehmen, Knabbergebäck darf wieder salzig sein, und niemand muss noch tote Bäume in seine oder ihre Stadtwohnung stellen. Der Heiland kam, ging wieder und hat mich etwas erschöpfter und dicker zurück gelassen. Dazwischen hab ich falsch gesungen (Weihnachten ist, wenn das Wohnzimmer klingt wie der Ostsektor im Praterstadion), mich satt und dann noch ein Gulasch gegessen (Weihnachten ist, wenn der Bauch so voll ist, dass der Kopf nicht schlafen kann), und meine Familie gesehen (Weihnachten ist, wenn man seine Familie sieht).





Das waren so die Gedanken, die mir in einem Moment post-Christ-nataler Ermattung in der warmen Umarmung meiner liebsten Bar durch den Kopf gingen. Mein Gimlet-Glas sah aus wie ein kopfstehender Weihanchtsbaum. Und die Menschen rund herum kannten sich nicht, waren aber nett zu einander, genau weil sie nicht mit einander verwandt waren. Friede auf Erden. Oder zumindest in der halbestadt.

Wie habt ihr euch von Weihnachten erholt?